Archiv für März 2010

Hab keine Angst davor, dass dein Leben eines Tages endet, fürchte dich mehr, dass du versäumt hast, es richtig zu beginnen…

Sonntag, 28. März 2010

Freizeit

Freizeit

diese Worte beschäftigen mich seit ein paar Tagen, denn Dina, meine 29jährige Wwoofer-Kollegin aus New York, quält sich gerade mit der Frage, was sie glücklich macht. Seit ihrer Jugend hat sie danach gestrebt, viel Geld zu verdienen, ein eigenes Appartement zu haben, jeden Tag essen zu gehen und seit sie nun alles erreicht hat, spürt sie eine innere Leere, die sich mit Shopping, Theater und teuren Reisen nicht füllen lässt.
Nun fegt sie mit mir Laub, putzt die Gästebungalows, räumt die Küche auf, füttert die Tiere und hofft, dass sie hier in der Natur neue Impulse bekommt, wie sie künftig ihr Leben gestalten will.
Jacob ist 20 Jahre alt und gönnt sich hier eine Auszeit, um sich klar zu werden, was er als Nächstes anstreben will. Diese beiden jungen Menschen haben meine volle Anerkennung, sie suchen ihren Weg, bevor sie wie ein Hamster im Käfig ihre Runden drehen und sich gefangen fühlen in einem Leben, das nicht ihrer Bestimmung entspricht.
Mich macht es glücklich, dass mir auf meiner Reise so reife, wunderbare junge Menschen begegnen, die schon früh erkennen, dass das Streben nach materiellem Reichtum sie nicht ausfüllt, ihre Seele nicht nährt.
Nun sitzen wir drei hier auf einer bezaubernden Kaffeeplantage, umgeben von tropischen Blumen und Pflanzen, kochen zusammen, philosophieren über das Leben und die Liebe und vertrauen darauf, dass wir den Fingerzeig des Schicksals wahrnehmen und den Mut haben, ihm zu folgen…

Segne jeden Menschen und alle Dinge, die das repräsentieren, was du erreichen willst…

Sonntag, 21. März 2010

Aloha-Spirit - gelebte Liebe

Aloha-Spirit - gelebte Liebe

diese Worte sind von Serge Kahili King, der auf Kauai lebt.

Aloha – ist viel mehr als ””Hallo”” oder ””Tschüss”” zu sagen,
Aloha Spirit ist gelebte Liebe, eine geistige Haltung, freundliche Akzeptanz und positive Bestärkung im Umgang miteinander.
freudiges (oha) Teilen (alo) der Lebensenergie (ha) in der Gegenwart (alo).
Die Hawaiianer glauben, dass man durch Segnung und Würdigung sein Leben wirksam verändern kann, denn diese Anerkennung fällt auf den Segnenden zurück.
Sie sprechen Bewunderung, Wertschätzung und Anerkennung aus, sie danken nicht nur den Mitmenschen, sondern Gott für die Sonne, den Regen, die Gesundheit, Glück, Wohlstand, inneren Frieden usw. Sie danken der Natur für die Fülle, die ihnen zur Verfügung steht.
Während ich hier auf der Rainbowplantage im Garten arbeite, sinniere ich über diese hawaiianischen Traditionen, mir wird bewusst, wieviel Freude, Liebe und Verbundenheit hier zum Ausdruck gebracht wird. Die Menschen schauen sich in die Augen und bei der Umarmung nehmen sie einen gemeinsamen Atemzug. Ich lerne hier unglaublich viel und bin glücklich, dass ich dem Ruf nach Hawaii gefolgt bin.

ich bin tief berührt…

Dienstag, 16. März 2010

…heute sage ich auf diesem Wege meinen ”Fans”, die mich mit lieben und aufmunternden Worten auf meiner zweiten Reise um die Welt in Gedanken begleiten ganz herzlich “Danke”.
Es macht mich glücklich, wenn ich Euch ein wenig von meiner Erfahrung weiter geben darf… viele bewundern mich für meinen Mut, aber wenn ”frau” den ersten Schritt ins Unbekannte erst einmal gewagt hat, läuft es dann irgendwie von selber.
Manchmal bin ich selbst überrascht, wie einfach das Leben in der Ferne ist.
…also noch einmal lieben Dank für die von Herzen kommenden E-Mails und Eintragungen in meinem Gästebuch, ich freue mich über jeden persönlichen Brief und bitte nicht böse sein…ich finde manchmal die Zeit nicht, um sie alle persönlich zu beantworten.
Mahalo und Aloha …
I am sorry
please forgive me
I thank you and
I love you

wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen

Freitag, 12. März 2010

kapelle…diesen Spruch von Konfuzius gab mir eine liebe Freundin mit auf den Weg. Liegt darin das Geheimnis, dass ich mich auf meiner Reise so wohl fühle? Weil ich mit vollem Herzen ”Ja” sage zu dem, was mir begegnet?
Weil ich den Mut habe, anderen Menschen mein Herz zu öffnen? Von Huby habe ich den Spitznamen ”Magnet” bekommen, weil es ihn fasziniert hat, mit welch einer Leichtigkeit fremde Menschen in mein Leben kommen.
Nun bin ich auf der Rainbowplantation auf Big Island, der größten der Hawaii-Inseln und jäte Unkraut, wässere Pflanzen, sitze in der Kapelle und bete um Regen – ich, die sich immer nur nach Sonne sehnt…hier sehe ich die Auswirkungen, wenn Wassermangel herrscht und ich wünsche mir, dass wir viel achtsamer und bewusster mit diesem köstlichen Nass umgehen. Dass wir dankbar sind für unser Wasser, denn Wasser bedeutet Leben, ohne Wasser gedeiht nichts…
Aloha im Licht der untergehenden Sonne…

das Leben ist ein großartiges Geschenk

Montag, 8. März 2010

die Hawaiianer leben noch sehr in ihren Traditionen, sie beziehen ihre Ahnen ein in ihrem Alltagsleben, sie danken den Eltern und Großeltern für alles, was sie ihnen mit gegeben haben, angefangen damit, dass durch sie das Leben geschenkt wurde…
ich bin tief berührt von Ho”oponopono:
I love you
i am sorry
please forgive me
I thank you
and I love you

sie achten die Schöpfung, sie danken für die Fülle, die uns das Leben schenkt und bedanken sich für das, was sie der Erde entnehmen…

…und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen…

Sonntag, 7. März 2010

Glücksmomente….

Was macht mich glücklich? Was ist Glück?

Diese Frage habe ich mir schon oft im Leben gestellt ?beantworten kann sie jeder nur für sich allein.

Nachdem ich drei Wochen bei lieben Freunden auf Kauai / Hawaii, gelebt habe, bin in nun auf Maui gelandet und seit heute früh um acht Uhr am Strand gesessen, das Wasser des Pazifischen Ozean schimmerte dunkelblau in der Sonne. Auf den sanften Wellen paddelten einige mutige Surfer hinaus und während ich ihnen bewundernd nachschaute, sah ich die dunklen Rücken von zwei Walen an der Wasseroberfläche.

Mit den Augen verfolgte ich sie und dann warf sich einer aus dem Wasser und beim Abtauchen entstand eine riesige Welle aus Gischt. Kaum war dieser Wal verschwunden, sprang der andere mit einem eleganten Salto aus dem Wasser und ich saß hier am Strand und war tief berührt.

Schauspiel

Ein anderer Wal drehte sich wie ein Gummiball, die Fluke tauchte ab und wieder auf, fünfmal, sechsmal hintereinander, so ein Schauspiel habe ich nie zuvor gesehen. Die Wale ziehen hier an der Insel vorbei, sie bringen in den warmen Gewässern ihre Kälber zur Welt, bevor sie sich wieder auf den Weg Richtung Alaska machen. Wo sind sie jetzt? Kommen sie an der gleichen Stelle wieder? Ziehen sie weiter, zeigen sie sich noch einmal? Fasziniert und voller gespannter Erwartung schaute ich auf die spiegelnde Wasseroberfläche und ja, da waren sie wieder. Wie viel Kraft müssen diese Tiere aufwenden, um den Tonnen schweren Körper aus dem Wasser zu hieven? Eine unglaubliche Leistung, die so viel spielerische Leichtigkeit vermittelt. In meinem Herzen spüre ich eine tiefe Freude, ein stilles Glück, das ich mit nach Hause nehme.

Text/Fotos © Doris Eckmann

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